Museum für Hamburgische Geschichtchen

Stadtgeschichte wird nicht nur durch Exponate im Museum oder wissenschaftliche Aufsätze von Historikern erfahrbar, sondern auch durch die mündliche Überlieferung von Geschichten und Geschichtchen. Die große Sturmflut, der Mythos der Achtundsechziger, der Kampf um die Hafenstraße, große und kleine Familiengeheimnisse, Berichte aus der Schulzeit, Szene-Storys, die Veränderung von Stadtteilen und Straßenzügen, Migrations- und Fluchtgeschichten, Erfahrungen von Bewohnern wie Erlebnisse von Touristen oder Zugezogenen – all das wartet darauf, erzählt und gehört zu werden. 

In der Millerntorwache, dem klassizistischen Bau zwischen Planten un Blomen und Reeperbahn, gibt es deshalb einen Ort zum Erzählen und Zuhören: Das Museum für Hamburgische Geschichtchen. Auf einem Sofa bei Kaffee oder Tee können Hamburger und Besucher der Stadt ihre Geschichten und Geschichtchen rund um Hamburg erzählen. Die Erzählungen werden aufgezeichnet und im Museum für Hamburgische Geschichte archiviert. Bei Einverständnis der Erzählenden werden diese auf Vimeo veröffentlicht. Auf Wunsch werden sie als Datei den Erzählenden zugesandt.

Über das Museum für Hamburgische Geschichtchen

Die Kulturbehörde und die Stiftung Historische Museen Hamburg hatten sich 2013 gemeinsam für das originelle Nutzungskonzept der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. ausgesprochen. „Ich freue mich, dass die kleine klassizistische Wache nun ein Ort für bewegende und spannende Geschichten wird“ betonte Lisa Kosok, damalige Direktorin des “Hamburg Museums”, heute Museum für Hamburgische Geschichte.  Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzende der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.: „Alle Bewohner und Besucher dieser Stadt sind herzlich in das Museum für Hamburgische Geschichtchen eingeladen, um etwas über sich oder Hamburg zu erzählen. So wird die Stadtgeschichte nicht allein durch akademische Geschichtsschreibung, sondern auch durch die mündlich überlieferte Wahrnehmung vieler Menschen plastisch.“

Das Millerntor war im 17. Jahrhundert das Haupttor an der Westseite der Stadt und verweist auf die Zeit, als Hamburg nur durch die Stadttore betreten und verlassen werden konnte. Nach der Entfestigung Hamburgs um 1819 wurde das Torhaus bis 1820 nach Plänen des Baumeisters Carl Ludwig Wimmel neu gebaut. Von der gesamten Anlage, die aus zwei größeren Gebäuden und zwei Torhäuschen bestand, zwischen denen sich Steinpfosten für einen Metallzaun befanden, ist heute nur noch das kleine Gebäude erhalten geblieben. Die kleine Wache wurde am 7. März 2004 um 30 Meter mit einem Spezialkran in die Wallanlagen umgesetzt, fachmännisch restauriert und dem Museum für Hamburgische Geschichte übergeben.

  • Sie wollen IHRE persönliche Geschichte erzählen?
    Wunderbar! Rufen Sie an oder mailen Sie, wir vereinbaren dann einen passenden Termin, sowie in Regel ein kurzes Gespräch vorab.
  • Sie hören lieber zu, statt zu erzählen?
    Genauso gut! Wir freuen uns über Freiwillige, die Lust haben, das Team als Zuhörer zu erweitern oder am Umgang mit Kamera und Ton interessiert sind. Alle Freiwilligen erhalten eine Einführung.
  • Sie wollen den Ort selbst bespielen?
    Auch gerne! Wir stellen die Millerntorwache Dritten für eigene Projekte rund um das Thema Sprache und Erzählen zur Verfügung. Ob Radiosendungen, Livemusik, Kino  oder Kunstprojekte – wir sind offen für kreative, ein- oder mehrmalige Nutzungsideen.

Melden Sie sich gerne bei uns!

Das Team:

Organisation/Ansprechpartnerin

Organisation/Ansprechpartnerin, Zuhörerin

Technik / Zuhörer

Simon Eckhardt ist Theologe und leitet ein Konvikt mit 96 Bewohnern in Hamburg, Othmarschen. In beiden Funktionen kennt er sich mit überlieferten Geschichten bestens aus. Filme gucken und Filme machen und dabei das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren, den Menschen vor und hinter der Kamera mit den je ureigenen Geschichten ist es, was den Zauber guter Filme ausmacht.

Zuhörerin

Bettina Kiefer arbeitet in der Redaktion eines Kulturmagazins. Sie findet „Oral History“ wichtig und möchte als Zuhörerin mithelfen, künftigen Generationen das Leben und Denken in unserer Zeit verständlich zu machen und es zu dokumentieren.

Erzählzeiten nach Vereinbarung

Ricarda Luthe

Mona JanningKontakt für weitere Informationen:
Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Mona Janning
Tel. (040) 33402-87
E-Mail: jannning@toepfer-stiftung.de

Ricarda Luthe
Ehrenamtliche Mitarbeiterin
Tel. (040) 33 402-16
                                                                                    E-Mail: luthe@toepfer-stiftung.de

Hier finden Sie uns:

Millerntordamm 2
20359 Hamburg

Anfahrt mit dem HVV:
St. Pauli U3
Buslinie 112