Claus Günther engagiert sich seit 20 Jahren in einer Gruppe von Hamburger Zeitzeugen. Die Zeitzeugen berichten Jugendlichen über ihre Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit in und um Hamburg. Dieser Kreis trifft sich jeden Monat in der Zeitzeugenbörse im Seniorenbüro der Brennerstr. 90 und gibt in regelmäßigen Abständen kleine Broschüren heraus.

Claus Günther erzählt präzise und lebendig. Er berichtet von seinem Elternhaus (der Vater war SA-Mitglied), über die sogenannte Reichskristallnacht und die angstbesetzte Atmosphäre, die das gesamte Leben in der Hitlerzeit prägte. Er berichtete von seinen beleidigenden Worten einem älteren Juden ge-genüber – was ihn für den Rest seines Lebens mit Scham erfüllt- und dem Ver-such der Behörden, ihn für eine Napola zu rekrutieren.