In unserer neuen Reihe wollen wir besondere, außergewöhnliche und manchmal schon fast vergessene Handwerksberufe vorstellen. Dabei wollen wir besonders Frauen in den Blick nehmen, die diese Handwerksberufe ausüben. Unsere zweite Erzählerin in dieser Reihe ist Janna Schaarschmidt-Davids.

Frau Schaarschmidt-Davids berichtet, wie Sie dazu gekommen ist, Bestatterin zu werden und sich schon in jungen Jahren mit diesem Beruf selbstständig zu machen. Frauen sind in diesem Berufsfeld bis heute nur sehr wenige anzutreffen. Umso spannender ist es zu erfahren, welche Dimensionen der Beruf aus Ihrer Perspektive hat.

Das Aufgabenfeld einer Bestatterin ist viel vielfältiger, als man bisweilen meinen mag. Neben der körperlichen Arbeit geht es viel um Begleitung, Seelsorge, das Ernstnehmen von Wünschen und das Einfühlen in die Bedürfnisse und Situationen von Hinterbliebenen. Nicht zuletzt gilt es, auch den ästhetischen Aspekt bei der Gestaltung von Trauerkarten und Trauerfeiern in den Blick zu nehmen. Der Umgang mit Verstorbenen soll respektvoll und würdevoll von statten gehen.

Der gesellschaftliche Umgang mit Tod und Sterben in den letzten Jahrzehnten hat dazu geführt, dass der Tod aus dem Alltag der Menschen weitestgehend verschwunden ist. Frau Schaarschmidt-Davids erzählt, dass sie aber auch Veränderungen im Umgang damit beobachtet. In Seniorenheimen und Hospizen werden Rituale gefunden, die den Tod wieder in den Alltag der Menschen bringen und Abschied von den Verstorbenen ermöglicht.

Nicht zuletzt geht es auch darum, wie sich heute junge Menschen für diesen Beruf begeistern lassen und welche Auswirkungen Ihr Beruf auf Ihren eigenen Umgang mit Tod und Sterben hat.