Sabine Siegfried hat in Hamburg Kunst studiert und berichtet von einer ganz besonderen Aktion im Bereich „Kunst im öffentlichen Raum“.

Es waren damals sieben internationale Künstler eingeladen worden, die mit einem Bus Stadtfahrten machen sollten. Die Kunst, um die es dort ging, war die Tour selbst – nicht das, was während der Fahrt gezeigt wurde.
Zu diesen Fahrten konnte sich jedermann anmelden.

Auf einer dieser Touren war der gesamte Bus z.B. blickdicht verklebt. Am Ziel, einem Camp von Sinti und Roma, wurde von einem der Bewohner*innen ein Vortrag über diese Bevölkerungsgruppe gehalten.

Eine andere Tour wurde während des Sonnenuntergangs über die Köhlbrandbrücke gemacht und endete im Autokino – dort stellte sich der Bus quer vor die Leinwand.

Für eine dritte Fahrt wurde der Bus in eine Flugzeugkabine verwandelt – inklusive dem üblichen Videoschirm zur Information der Fluggäste.

Frau Siegfried sagt, dass sie während dieser Bus-Touren die Stadt Hamburg noch einmal ganz neu kennen gelernt hat.